Special Olympics in Würzburg

„Lass mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lass mich mutig mein Bestes geben!“

Mit diesem olympischen Eid wurden am 11.06.08 zum 25. Mal die „Special Olympics“, das Spiel- und Sportfest für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Würzburg eröffnet. Die Klasse 9a vom Gymnasium Marktbreit war an diesem Tag auch vor Ort - als Zeitnehmer beim Sprint der Mädchen und Damen.

Nachdem alle Helfer (hauptsächlich Schülerinnen und Schüler der Würzburger Gymnasien) mit ihren jeweiligen Aufgaben vertraut waren, begann das Fest mit dem feierlichen Einmarsch der 4000 (!) Teilnehmer. Dieses beeindruckende Bild wurde von den Helfern und Organisatoren mit nicht enden wollendem Applaus und La-Ola-Wellen begleitet. Nachdem auch der letzte Teilnehmer eingelaufen war und die Klänge der Marschmusik langsam verhallten ging es direkt über in ein gemeinsames „Aufwärmprogramm“, wozu sich die Helfer unter die am Rasen versammelten Teilnehmer mischten.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann auch schon los und die ersten Sprinterinnen durften ihren 50m-Lauf absolvieren.

Die besondere Schwierigkeit bestand darin, am Ende des Laufes noch zu wissen, welche Teilnehmerin auf welcher Bahn gestartet ist, da die jungen Damen die Sache mit der Bahnverteilung nicht ganz so eng sahen. Damit auch jede Läuferin wusste, dass nach 50m der Lauf zu Ende ist, wurden auf jeder Bahn noch Streckenposten aufgestellt, um verirrte Läuferinnen auf die Bahn zurück zu bringen und zu motivierte Sprinterinnen auszubremsen!

Nachdem sich der Ablauf des Startens und Stoppens langsam eingespielt hatte konnte man beobachten, wie sich die Schülerinnen und Schüler von der Freude und Begeisterung anstecken ließen und langsam ihre Berührungsängste verloren. Unermüdlich wurde angefeuert, gratuliert und geduldig gewartet bis auch die letzte Läuferin das Ziel erreicht hatte. Es durfte auch gelegentlich über liegengebliebene elektrische Rollstühle und verpasste Starts herzlich gelacht werden! Sicher war es für die meisten Schüler eine ganz neue Erfahrung in direkten Kontakt zu Menschen mit geistiger Behinderung zu treten und diese einen Tag lang zu begleiten. Die Offenheit und Freundlichkeit, die den Gymnasiasten entgegengebracht wurde war wohl der Hauptgrund für die hohe Motivation stundenlang die Stellung zu halten und jede Läuferin ins Ziel zu bringen.

Iris Ruppert

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