Sommerkonzert des Gymnasiums Marktbreit

Auch in diesem Jahr fand in der Marktbreiter Rathausdiele wieder das nun schon zu einer Tradition gewordene Sommerkonzert des Gymnasiums Marktbreit unter der Gesamtleitung von Herbert Ullmann statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen musizierten Schüler, Lehrer und Freunde des Gymnasium Marktbreit miteinander und boten ihrem Publikum eine abwechslungsreiche Reise durch die Stile und Regionen der internationalen Musik.

Leicht, tänzerisch und melodiös begann der musikalische Sommerabend mit zwei bekannten Menuetten von Haydn und Beethoven, dargeboten vom Orchester des Gymnasiums Marktbreit.

Die nächste Sequenz präsentierte der Schulchor: Er sang in diesem Konzert immer wieder mehrstimmige Spirituals, Gospels und traditionelle Weisen aus aller Welt und entführte die Zuhörer zu den Melodien der Sklaven in den Südstaaten, zu den traditionellen afrikanischen Gesängen, nach Israel und nach Indien. Es gelang den jungen Sängerinnen und Sängern sehr gut, das Sehnsuchtsvolle, das Dunkle, aber auch die Kraft und das Swingende dieser Melodien zum Ausdruck zu bringen.

Experimentell und innovativ präsentierte sich die fünfköpfige Percussion-Gruppe unter der Leitung von Stephan Goldhahn, die mit ihrer Darbietung zeigte, wie wichtig der Rhythmus für die Musik ist, und darüber hinaus noch, dass Rhythmus allein auch schon Musik sein kann. So wurde in einem Arrangement aus der Karibik aus allen vier Ecken der Rathausdiele mit Congas getrommelt, wodurch der ganze Raum zum Vibrieren gebracht wurde. Alles wurde Rhythmus, hallte in den Ohren und im Brustkorb der Zuhörer, ließ sie zu einem Teil der Musik werden.

Auch der Grundkurs Chor zeigte sich experimentierfreudig. Sehr zum Vergnügen des Publikums bot er eine Sprachkomposition des finnischen Komponisten Rautavaara dar, das sich auf philosophische und zugleich witzige Weise mit den Mengenangaben der Sprache auseinander setzte. Doch der Grundkurs unter der Leitung von Herbert Ullmann bewies auch, dass er sich in klassischen Gebieten der Chormusik sicher bewegen kann: Er entführte seine Zuhörer in einer Sequenz in das Südeuropa der Renaissance und des Barocks. In lateinischer, italienischer und französischer Sprache sangen die Oberstufenschüler Kanons und Sätze dieser Zeit, mal nachdenklich-meditativ, mal feierlich getragen.

Sehr große Begeisterung löste auch der einzige Solist des Abends beim Publikum aus. Lukas Höfner , der erste Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2008, spielte auf dem Flügel ein Capriccio von Felix Mendelssohn-Bartholdy und faszinierte das Publikum durch die Fingerfertigkeit und die Ausdruckskraft seines Spiels.

Großen Anklang fand auch die jüngste musikalische Gruppierung der Schule: die Irish-Folk-Gruppe. Sie brachte den Zuhörern mit Flöten, Geigen, Gitarren und Schlagzeug Weisen der grünen Insel nahe, wobei besonders erwähnenswert ist, dass auch eine eigene Komposition der jungen Musiker gespielt wurde: Carina Rödel und Sebastian Hammer haben den Charme des Irish-Folk in ihrem Stück „Jim, Jack, John and the cats“ gekonnt aufgegriffen und in eigene Melodien umgesetzt.

Den fulminanten Abschluss Abends lieferte das Orchester, das zum Schluss Schlusssequenz bewies, dass es nicht nur klassische Sätze beherrschte. Das Ensemble, bestehend aus Schülern, Lehrern, und Freunden des Gymnasiums ist wohl das Herz der musikalischen Schulfamilie und zeigte: ob Rock, Ragtime oder Rumba, sie spielen alles, was Freude macht. Mit einem großen Schlussapplaus bedankte sich das Publikum bei den Musikern für einen wirklich gelungenen musikalischen Abend.

Katja Schulte-Bockholt

Bildgalerie