Studienfahrt nach Rom

Am 5. September 2007 brachen 21 Kollegiaten mit den Begleitpersonen Herr Schurz und Frau Dr.Oßwald in Richtung Rom auf. Nach einem kurvenreichen Flug kamen wir gegen Abend am Flughafen Fiumichino an. Mit dem Bus fuhren wir zum Hotel „Tausend Götter“. Dieses liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs Termini, was sich später als sehr wichtige Orientierungshilfe erweisen sollte.

Bei einem ersten Rundgang durch das nächtliche Rom lernten wir erstmals die beeindruckenden Bauwerke des alten Roms kennen. Wegen falscher Zeiteinschätzung hatten wir Glück, noch rechtzeitig zurück ins Hotel zu kommen, weil dieses von 2-6 Uhr die Türen schloss. Insgesamt waren wir mit dem Hotel ganz zufrieden, da wir keine Bekanntschaft mit Bettwanzen oder sonstigem Getier machen mussten.

Am Samstag, unserem ersten richtigen Tag, ging es programmmäßig gleich richtig los. Trevibrunnen, Pantheon und die Piazza Navona waren nur einige unserer Stationen. Bei jedem wichtigen Bauwerk hatte jeweils ein Schüler die Aufgabe die anderen mit einem Referat darüber zu informieren.

Da dies unser erster Tag im heißen Rom war und unser Programm sehr voll war, verschoben wir das geplante Abendprogramm und stürzten uns ins römische Nachtleben... Zufälligerweise war an diesem Abend die „Weiße Nacht“ in Rom, in der alle Museen geöffnet hatten und keinen Eintritt kosteten. Außerdem wurde vieles an Musik geboten. So durften wir dieses großartige Spektakel miterleben, bei dem man die Nacht nicht vom Tag unterscheiden konnte.

Aber auch sonst war nachts an einigen Sehenswürdigkeiten sehr viel los, wie zum Beispiel an der spanischen Treppe und am Trevibrunnen, wo auch wir um diese Zeit oft anzutreffen waren. Anfangs waren wir enttäuscht über die Ankündigung abends „schon“ um 12 Uhr im Hotel zurück sein zu müssen, doch dies erwies sich keineswegs als Nachteil: Um diese Zeit fuhren die letzten Busse und wir waren so erschöpft, dass wir todmüde ins Bett fielen.

Und am Sonntag zum Beispiel mussten wir schon sehr früh am Kolosseum sein, um es von innen besichtigen zu können. Kurz darauf liefen wir auf der „Via sacra“ durch das Forum Romanum. Dort durften wir viele Schauplätze bewundern, die wir bereits aus unserem Lateinbuch kannten. So erinnerten wir uns auch an den ersten Satz, welcher lautet: „Hic forum est!“. Über viele Stationen gelangten wir zum Nabel der Welt, welcher sich als Stein entpuppte! Daraufhin bot sich uns die Möglichkeit gewisse Mitschüler im mamertinischem Kerker zurückzulassen, was sich jedoch leider aus Platzmangel nicht einrichten ließ. Anschließend bestiegen wir den Palatin, den größten der sieben Hügel Roms, wo wir die Überreste eines riesigen Sportplatzes und gewaltiger Thermenanlagen bestaunten.

Die Zeit verging so schnell, dass es nun auch schon wieder Montag war. Wir besichtigten die größten Katakomben Roms: San Callisto. Durch eine deutsche Führung bekamen wir einen guten Einblick in die Gräber von Märtyrern, Päpsten und die Enge der Familiengräber. Danach besichtigten wir den Lateran, die zweitwichtigste Kirche Roms. In diese, wie auch in alle anderen Kirchen wurden wir nur mit bedeckten Schultern und Knien hineingelassen. Hier erwiesen sich diverse mitgebrachte Tücher als sehr nützlich.

Abends trafen wir uns alle zusammen auf dem Monte Pincio zu einem Picknick, wo wir das etwas trockene römische Gras kennenlernten. Dies unterscheidet sich nicht nur farblich vom deutschen.

Nach diesen anstrengenden Strapazen ging es am nächsten Tag in Richtung Meer. Das letzte Hindernis hieß Ostia Antica, eine alte Hafenstadt, in der wir viele Ruinen sahen und einiges über Orangen-, Zitronen- und Olivenbäume erfuhren. Der Aufenthalt hier wurde aufgrund unserer großen Sehnsucht nach dem Meer nur kurzgehalten. Den Rest des Tages durften wir in der warmen italienischen Sonne am Strand verbringen.

Nach dieser Erholung folgte am nächsten Tag einer der anstrengendsten Teile unserer Studienfahrt: die Papstaudienz. Wir mussten sehr lange in der prallen Sonne auf dem Petersplatz warten, da Papst Benedetto trotz der sprichwörtlichen deutschen Pünktlichkeit zu spät kam. Der Höhepunkt war, als „Gymnasium Marktbreit“ aus den Lautsprechern ertönte und wir aufstanden, um zu jubeln. Danach gingen wir gesegnet auf die Kuppel des Petersdoms. Zu unserm Bedauern wurde uns der schönste Blick über die ewige Stadt durch Bauarbeiten verwehrt.

Wieder unten angelangt, kamen wir an der Engelsburg vorbei und gleich danach zur „Bocca della verita“. Dies ist ein Steingesicht, das der Legende nach allen Lügnern die Hand abbeißt. Und wir haben alle unsere Hände noch!

Am Abend war ein gemeinsames Pizzaessen geplant. Eine Minute vor der verabredeten Zeit fragten sich unsere Lehrer, wo wir denn blieben. Pünktlich tauchten wir zur allgemeinen Verwunderung alle zusammen gleichzeitig auf. Nun neigte sich unsere Romreise langsam dem Ende zu, denn der Tag unseres Rückfluges stand kurz bevor.

Am letzten Tag machten wir als weiteres Highlight einen Abstecher in die Unterwelt Roms. In der Kirche San Clemente bestaunten wir die verschiedenen Schichten Roms, auf die die Kirche gebaut wurde. Später führte uns Frau Oßwald in die älteste Eisfabrik Italiens, wo wir alle ein Eis spendiert bekamen. Dafür noch mal danke!

Kurz darauf brachte uns ein Bus zum Flughafen, wo wir um ca. 20 Uhr in Richtung Heimat losflogen. In Nürnberg angekommen, wurden wir begeistert empfangen und fanden uns wenig später in der Realität zurück.

Stefanie Damm, Beate Steigerwald (K13)

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