Zweiter Platz für die Marktbreiter Roboter

Das Team vom Gymnasium Marktbreit kämpfte sich beim Regionalentscheid der First-Lego-League, einem internationalen Roboterwettbewerb, bis in das Finale und belegte als bestes bayerisches Team Platz 2 hinter den Siegern aus Bad Mergentheim.

Seit Schuljahresbeginn im September beschäftigte sich eine Gruppe von fortgeschrittenen Schülern der Roboter-Werkstatt mit dem diesjährigen Thema Energieversorgung („Power Puzzle“). Sowohl im Wahlunterricht bei Herrn Katzenberger und Herrn Forster als auch in ihrer Freizeit bauten die Schüler Lego-Roboter und arbeiteten an dem zugehörigen Forschungsprojekt. Dabei entstanden auch ein Modellhaus und ein Maskottchen aus Lego.

Für das so genannte Robot-Game musste ein eigenständig agierender Roboter entwickelt werden, der auf einem Spielfeld innerhalb von zweieinhalb Minuten so viele Aufgaben wie möglich bewältigt: Da waren unter anderem Wind- und Wellenturbinen sowie ein Staudamm zu platzieren, Öl- und Kohlevorräte sicherzustellen, ein Kraftwerk mit Brennstoffen zu versorgen, ein Stromanschluss herzustellen, aber auch einem Einfamilienhaus eine Solaranlage und ein Hybridauto zu liefern. In diesem Jahr war die Punktevergabe oft an mehrere Bedingungen geknüpft: So musste z.B. auch das Altauto entsorgt werden und bei der Ölbohrung durfte keinesfalls ein Ölfass ins Wasser oder auf ein bebautes Grundstück gelangen – ganz im Sinne eines sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgangs mit Energie, Rohstoffen und Umwelt.

Nachdem sich in einem schulinternen Wettstreit ein recht präzise zu steuerndes Fahrwerk der neuen Robotergeneration gegen andere Modelle durchgesetzt hatte, gingen die Schüler an die Feinabstimmung: Anbauten mussten konzipiert und ein Ablaufplan ausgetüftelt werden, wie innerhalb der kurzen Zeit so viele Punkte wie möglich erreicht werden können.

Als für fast alle Aufgaben eine geeignete Lösung gefunden war, trainierten die Schüler „auf Zeit" und die Abstimmung untereinander, damit jeder Handgriff sitzt.

Beim Forschungsprojekt begeisterten sich die Schüler schnell für die Nutzung der Erdwärme zur Heizung von Häusern aber auch von ihrer Schule. Ihre Arbeit und ihr selbst entwickeltes Lego-Modellhaus stellten sie am Tag vor dem Wettkampf der Landrätin Tamara Bischof persönlich vor, die sich beeindruckt zeigte und den Schülern viel Erfolg wünschte.

Am 15. November ging es dann nach Tauberbischofsheim, wo die Universität Würzburg gemeinsam mit dem Karlstädter und dem Marktbreiter Gymnasium sowie dem Schulmöbelhersteller VS den Wettbewerb für die Region ausrichtete. Unter sechzehn Mannschaften – aus Schulen von Schwäbisch Hall bis zur Oberpfalz - musste nun das Marktbreiter Team an den Wettbewerbstischen und vor der strengen Lego-League-Fachjury bestehen.

Angefeuert von ihren Fans ließen sich die Schüler in der Vorrunde von Schwierigkeiten mit der Aufgabenkulisse nicht unterkriegen, verbesserten weiter und erreichten im Viertelfinale mit 355 von 400 möglichen Punkten ihre Topform, die sie bis ins Finale trug. Nur das Team aus Bad Mergentheim schaffte noch mehr Punkte und vertritt die Region nun als Gesamtsieger Anfang Dezember beim Deutschlandfinale in Triberg.

Die Marktbreiter Gymnasiasten belegten am Ende mit ihrer Forschungspräsentation Platz 3 und im Robot-Game Platz 2. Damit langte es zwar nicht für einen der begehrten Pokale, doch die begeisterte Stimmung in den Finalrunden und die Tatsache, das beste bayerische Robot-Game gefahren zu haben, erfüllte alle mit Stolz und Vorfreude auf die First Lego-League 2008: „See you next year!”

Matthias Katzenberger

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