Die Mausefallen-Challenge

Fahrzeuge mit Mausefallenantrieb? Am Gymnasium Marktbreit organisierten die Physiklehrer der elften Klassen einen Wettbewerb der besonderen Art: Die „Mausefallen-Challenge“.

Die Aufgabe

Aufgabe der Schüler war es, ein Fahrzeug herzustellen, für dessen Antrieb eine Mausefalle sorgt. Es wurde dabei in zwei Wettkampfklassen gestartet:

Klasse I: Strecke
(Welches Fahrzeug legt die größte Distanz zurück)

Klasse II: Geschwindigkeit
(Welches Fahrzeug legt eine vorgegebene Strecke in der kürzesten Zeit zurück)

Die Wettkampfregeln

Die weiteren Vorgaben

Entstanden sind schließlich Gefährte mit den Namen „Das kleine Schwarze“, „Jimi Blue“ oder „Das hässliche Entlein“. Die Ergebnisse in den beiden Wettkampfklassen konnten sich durchaus sehen lassen: Manche Fahrzeuge in der Wettkampfklasse I fuhren knapp 20m weit. Bei ihrem Start in der Wettkampfklasse II schafften einige Modelle die vorgegebene Strecke von 2,5m in weniger als zwei Sekunden. Abhängig von der Wettkampfklasse waren die Bauweise und die verwendeten Werkstoffe der einzelnen Fahrzeuge sehr unterschiedlich. Vom ultraleichten Bastelholzmodell, das mit verlängertem Hebel die Spannenergie der Mausefalle ganz dosiert an die Antriebsachse weiter gibt, bis hin zum kompakten Metallchassis mit katapultartigem Antrieb waren verschiedenste Varianten der Energieumwandlung verwirklicht. Wie die Bilder zeigen waren die Konstrukteure nicht nur in technischen Fragen kreativ, sondern gaben sich auch besondere Mühe mit dem Design ihres Modells.

 „Eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Unterrichtsalltag – eine praktische Anwendung der Physik, die es in sich hatte“ so Fabian Holzmann aus der 11b.

 „Auch wenn man manchen Arbeiten entnehmen kann, dass die Entwicklung eines solchen Fahrzeugs auch Frusterlebnisse mit sich bringt, so ist es bestimmt eine wertvolle Erfahrung, dass der Weg von der ersten Idee bis hin zum Endprodukt selten reibungslos verläuft – dass man Ideen ins Auge fasst, ausprobiert, verwirft, verbessert.“ so einer der beteiligten Physiklehrer.

Großzügig unterstützt wurde dieses klassenübergreifende Projekt von der Firma Ruhl aus Ochsenfurt, welche insgesamt 100 Mausefallen zur Verfügung stellte.

Markus Ruppert

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