Sonderpreis beim Regionalwettbewerb Jugend forscht

Am diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vom 14. bis 15. Februar 2008 in Würzburg haben fünf Teams des Gymnasiums Marktbreit teilgenommen:

Julia Kammleiter, Isabell Güttler, und Maiken Tappe stellten dort ihr Projekt „Auswirkung verschiedener Getränke auf menschliche Zähne“ vor: Das junge Forscherteam stellte sich die Frage, was mit unordentlich oder nicht geputzten Zähnen passiert und welche flüssigen Nahrungsmittel unsere Zähne am stärksten angreifen. Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen, legten die Nachwuchsforscher Zähne in verschiedene Flüssigkeiten (Cola, Zuckerwasser, Milch, Bier, Apfelsaft, Essig und ein Powerdrink) ein, beobachteten sie über einen längeren Zeitraum und notierten nach bestimmten Zeitabschnitten Ergebnisse. Ihren Untersuchungen zu Folge griffen Cola, Milch und Apfelsaft die Zähne am meisten an und verursachten einige Schäden an den Zähnen.

Ebenfalls im Fachbereich Biologie traten Jonathan Berneth, Lukas Doberstein und David Pfrang beim Regionalwettbewerb an. Im Rahmen ihres Projekts „Nachweis von antibakteriellen Substanzen“ beschäftigten sie sich in zwei Versuchsreihen mit der antibakteriellen Wirkung von Gewürzen und von handelsüblichen Reinigungsmitteln.

Zu diesen Untersuchungen wurden von ihnen E.coli Bakterien selbst angezüchtet. Um die Auswirkung verschiedener Kräuter, wie Wachholder oder Kümmel, zu testen, wurden diese entweder in zerkleinerter oder in unbehandelter Form zu den Bakterien gegeben. In der anderen Versuchsreihe wurden verschiedenen Reinigungsmitteln, wie Cremeseife oder Spülmittel getestet. Bei der Auswertung der Versuche fiel auf, dass manche der Kräuter sogar fördernd auf das Wachstum von Bakterien wirkten. Andere dagegen, wie z.B. Dill, Thymian und Estragon hemmten das Bakterienwachstum. Alle Reinigungsmittel konnten in gewissem Maß das Bakterienwachstum einschränken, vor allem Spiritus.

Lukas Doberstein trat zusätzlich in der Kategorie Technik an. Da Bakterien bei der Anzucht in einer Flüssigkultur geschüttelt werden sollen, in der Schule aber kein entsprechendes Gerät vorhanden war, hat Lukas kurzer Hand mit einfachen Mittel aus einer Konservendose und einem Motor ein Ersatzgerät konstruiert. In seiner Arbeit „Bau eines Schüttelinkubators“ erläuterte er wie er aus einer Dose, einem Motor und zwei Zahnrädern und ein paar technischen Raffinessen ein gut funktionierendes Gerät entwickelt hat.

Neben den zwei beziehungsweise drei Forschergruppen aus der 9. Jahrgangstufe stellt auch die Kollegiatin Miriam Hofmann ihr Facharbeit im Bereich Biologie bei „Jugend forscht“ vor. Siehatte sich mit der „Kunst der Mumifizierung“ beschäftigt. Miriam hatte sich mit den damals verwendeten Materialien, sowie der ursprünglichen Vorgehensweise der Einbalsamierung auseinandergesetzt und einen leicht vereinfachten "Mumifizierungsversuch" mit zwei Schweinespitzenbeinen durchgeführt und beeindruckende Ergebnisse erzielt.

Während des zweitägigen Wettbewerbs präsentierten die Schüler und Schülerinnen die Vorgehensweise ihrer Untersuchungen und ihre ermittelten Ergebnisse, gleichzeitig stellten sie sich den kritischen Fragen der Juroren.

Die zahlreichen, sehr hochwertigen wissenschaftlichen Arbeiten, die in Konkurrenz zu ihren Arbeiten standen, konnten den Nachwuchswissenschaftlern die Freude am Dabeisein nicht nehmen. Mit einer Urkunde wurden sie bei der Preisverleihung für ihre Teilnahme am Wettbewerb geehrt. Ähnlich begeistert von der Atmosphäre beim Regionalwettbewerb zeigten sich Stefan Klein, Johannes Reinhard und Martin Schmidt. Die ersten beiden des Teams waren schon im Vorjahr zum Regionalwettbewerb angetreten. Im Bereich Mathematik/Informatik vertrat diese Gruppe das Gymnasium Marktbreit mit einem selbstprogrammierten Spiel „Battle on Moon – Championship“. Dabei programmierten die User die Steuerungsmechanismen von virtuellen Panzern. In Wettbewerben, bei denen die autonom handelnden Panzer gegeneinander antreten, wird ermittelt, welcher Steuerungsmechanismus am effizientesten, variabelsten und erfolgreichsten ist. Die drei Jungprogrammierer mussten der Jury über die Anwendung von verschiedenen Programmiersprachen und die Erstellung ihres Programms Rede und Antwort stehen. Ihre Arbeit wurde neben einer Urkunde mit je einem Bayern-Ticket honoriert.

Groß war die Freude, als dem Gymnasium Marktbreit ein Sonderpreis für fünf eingereichte Arbeiten überreicht wurde. Diese Urkunde ist mit einer „Forschungsunterstützung“ von 250,- Euro, gestiftet von der Bosch Rexroth AG Lohr a. M., verbunden.

Die Betreuungslehrer Dr. Christina Oßwald (Biologie) und Rainer Löffler (Informatik) waren mit den erzielten Leistungen sehr zufrieden und hoffen im nächsten Jahr wieder mit einigen Gruppen antreten zu können.

Christina Oßwald

Weitere Bilder