Felix felicissimus

Der Sieger des Lateinwettbewerbs „Certamen felicium“ heißt Felix

Den Kontext lateinischer Texte zu erfassen und sinngerecht möglichst präzise in deutscher Sprache wiederzugeben, das ist die Zielsetzung beim Erlernen der lateinischen Sprache. Dazu bedarf es der wortkundlichen und grammatikalischen Grundlagen, die in den ersten drei Lateinjahren erworben werden. Um diese Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, traten 28 Schüler der 8. Klassen zum „Certamen felicium“, dem Wettbewerb der Glücklichen an, der schulintern jährlich am Gymnasium Marktbreit durchgeführt wird.

Die Thematik diesmal brandaktuell und in aller Munde, das Thema des Monats Juni 2008: die Fußballeuropameisterschaft. Der Text versetzte die Schülerinnen und Schüler in die schwierige Situation der deutschen Nationalspieler vor dem wichtigen Spiel gegen Österreich und beschrieb speziell deren Ängste vor der schlimmsten denkbaren Niederlage, nämlich die gegen unsere Freunde des Nachbarstaates.

Ein „Cordoba secunda?“, ein zweites Cordoba?, ein „miraculum Viennae?“, ein Wunder von Wien?, das war die Hoffnung Österreichs, die schließlich durch eine unglückliche 0:1- Niederlage nach dem erlösenden Freistoßtor Ballacks nicht in Erfüllung ging. Der Sieg gegen deutsche Sportler – so der abschließende Satz des Textes – ist auf den nächsten Winter verschoben, gefeiert wird also nicht im Wiener Fußballstadion, sondern „in Alpibus“, in den Alpen bei den nächsten Skiabfahrtsrennen.

Angst vor dem Versagen mussten die Teilnehmer nicht haben bei einem Wettbewerb ohne Notendruck, konnte es doch nur Gewinner geben. Und die gab es dafür in großer Zahl; denn nicht nur die Sieger zeigten sich bei der Übersetzung des ungewohnt langen und mit Stolpersteinen ausgelegten Textes erfolgreich, der Großteil der Wettkämpfer erzielte ganz beachtliche Ergebnisse. Buchpreise für die besten Leistungen erhielten schließlich folgende Schüler:

Platz 1: Felix Tremmel (8c), Platz 2: Rebecca Häußler (8b), Platz 3: Julian Berberich, Matthias Walter (beide 8c).

Josef Nusko