Sommerkonzert des Gymnasiums Marktbreit in der Rathausdiele

Dass der Sommer eine kurze Pause gemacht hat, beeindruckte die Musiker des Sommerkonzerts des Gymnasiums Marktbreit kaum, denn sie zauberten mit einem bunten Strauß von Melodien einen eigenen, einen musikalischen Sommer für ihr Publikum in der Marktbreiter Rathausdiele.

Inzwischen ist dieses Konzert unter der Leitung von Herbert Ullmann schon zur Tradition geworden. Auch schon ein wenig zur Tradition geworden ist das Prinzip des Konzerts: In einer bunten Reise durch Raum und Zeit präsentierten Schüler, Lehrer und Freunde des Gymnasiums Marktbreit Musik aus vier Jahrhunderten und mehreren Kontinenten: Vom Barock bis zu den Beatles, von Skandinavien bis Südafrika spannte sich der Bogen des Konzerts.

Den Anfang machte das Schulorchester mit Stücken aus der Barockzeit. Gleichsam als Einleitung in die internationale Vielfalt des Programms wurde das Prélude aus dem Te Deum in D von M. A. Charpentier gespielt, ein Musikstück das als „Eurovisionshymne“ internationale Bekanntheit erlangt hat.

Es folgte eine kurze Sequenz des Grundkurses Chor. Die fünf Kollegiaten experimentierten unter der Leitung von Herbert Ullmann gekonnt mit den verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten von Text und Ton. So boten sie einen witzig-pointierten „Elefantenkanon“ dar, ein sich nach und nach in vier Stimmen auffaltender Chorsatz, der auf lustige Weise Unterscheidungskriterien verschiedener Elefantenarten aufführt.

Anschließend bewies das Schulorchester, dass es nicht nur Altehrwürdiges in seinem Repertoire hat. Rock und Blues wurde gespielt und besonders der von L. Maierhofer arrangierte Orchestersatz von „Let it be“ erntete großen Beifall.

Der Schulchor des Gymnasiums bot vor allem Traditionelles aus aller Welt dar: Die Liebe und die Natur standen im Vordergrund seiner ersten von zwei Sequenzen: „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“, so hieß der Text eines der Lieder, in dem es den Sängerinnen und Sängern gelang, die Ruhe und die Schönheit der Bäume sowie das Rascheln des Windes in ihren Zweigen mit ihren Stimmen auszudrücken.

Stellvertretend für die Namen der fast 40 Musiker des Konzerts seien hier die der zwei Solisten am Flügel genannt: Juliane Amberger und Lukas Höfner spielten gekonnt Bach, Chopin und Debussy.

Den Abschluss des Konzerts gestaltete wie auch schon in den letzten Jahren das Blasorchester, das mit seinen vier Stücken für beschwingte Stimmung sorgte. Auch hier spannte sich der Bogen vom Barock bis ins 20. Jahrhundert, wobei vor allem die modernen Stücke großen Beifall fanden, so dass zwei Zugaben gespielt werden mussten.

Und hinter allem stand der musikalische Leiter des Abends: Herbert Ullmann führte die unterschiedlichen Musiker, Musikrichtungen und Stile zusammen: Er dirigierte, musizierte, organisierte und arrangierte für das Publikum diesen schönen Abend, der, so betonte auch der Schulleiter Heinrich Voit, wirklich ein bunter Strauß von Melodien war.

Katja Schulte-Bockholt

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