Toller Erfolg für Schüler und ihre Lego-Roboter beim „Nano-Quest“

Das Team vom Gymnasium Marktbreit erreichte beim Regionalentscheid der FIRST LEGO-LEAGUE, einem internationalen Roboterwettbewerb, einen hervorragenden vierten Platz.

Seit Mitte September beschäftigte sich eine Gruppe von fortgeschrittenen Schülern der Roboter-Werkstatt mit dem diesjährigen Thema Nanotechnologie. Sowohl im Wahlunterricht bei Herrn Katzenberger und Herrn Graf als auch in ihrer Freizeit bauten die Schüler Lego-Roboter und arbeiteten an dem zugehörigen Forschungsprojekt.

Für das so genannte Robot-Game musste ein eigenständig agierender Roboter entwickelt werden, der auf einem Spielfeld innerhalb von zweieinhalb Minuten so viele Aufgaben wie möglich bewältigt: Da waren unter anderem (Lego)-Atome zu manipulieren, Pizza-Moleküle zu platzieren, ein Molekül-Motor in Gang zu setzen, ein fleckenresistenter Stoff zu testen, Karbonfahrstühle auszulösen und eine Medizin zielgenau in einem Patienten zu platzieren – ganz im Sinne der revolutionären Nanotechnologie. Probleme bereiteten den Schülern vor allem die mangelnde Präzision der Lego-Roboter und das Zeitlimit. Schließlich war für alle Aufgaben eine geeignete Lösung gefunden, die sich leider nicht immer reproduzieren ließ. „Ein bisschen Glück gehört eben dazu!“ mussten die Schüler einsehen und, dass es nur gemeinsam zu schaffen ist.

Beim Forschungsprojekt begeisterten sich die Schüler schnell für ihre Vision der Nanotechnologie, über Mini-Roboter in der Blutbahn Krankheiten genau zu lokalisieren und dort zielgerichtet zu bekämpfen. Mit einem selbst gedrehten Film und einem beeindruckenden Forschungsroboter wollten sie die Jury von ihrer Idee überzeugen.

Mitte November ging es dann nach Tauberbischofsheim, wo die Universität Würzburg gemeinsam mit dem Karlstädter und dem Marktbreiter Gymnasium sowie dem Schulmöbelhersteller VS den Wettbewerb für die Region ausrichtete. Unter sechzehn Mannschaften – aus Schulen von Schwäbisch Hall bis zur Oberpfalz - musste nun das Marktbreiter Team an den Wettbewerbstischen und vor der strengen LEGO-LEAGUE-Fachjury bestehen.

Angefeuert von ihren Fans schafften es die Schüler trotz einem denkbar knappen Ausscheiden in den Finalrunden auf den vierten Patz im Robot-Game, in den Kategorien „Teamwork“ und „Forschungspräsentation“ sogar jeweils auf den dritten Platz. Am Ende fehlten in der Gesamtwertung nur drei Punkte (von 200 möglichen) zum dritten Platz.

Zwar werden nun die erstplatzierten Schüler des Erasmus-Widmann-Gymnasiums aus Schwäbisch-Hall die Region beim Deutschlandfinale Anfang Dezember in Magdeburg vertreten, doch steht auch den Marktbreiter Roboterkonstrukteuren bereits ein weiterer Höhepunkt bevor: In der ersten Dezemberwoche werden sie auf Einladung der Fa. Knauf nach Iphofen fahren, um dort Industrieroboter im täglichen Einsatz zu erleben. Vielleicht holen sie sich ja dort die entscheidende Idee für die FIRST LEGO-LEAGUE 2007 – denn schließlich lernt man nie aus – schon gar nicht im Hightech-Bereich!

Matthias Katzenberger