Lateinwettbewerb Certamen felicium

Mens sana in corpore sano

„Ne solum spectaveritis! Agite et corpora exercete! –Schaut nicht nur zu! Treibt selbst Sport!“ so lautete die Aufforderung an die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe – d.h. jeweils die 3. Lateinklassen des G8 bzw. G9 - , die am schulinternen Lateinwettbewerb „Certamen felicium 07“ teilnahmen. Nach Abschluss des 3-jährigen Grammatikunterrichts musste hierbei ein anspruchsvoller lateinischer Text übersetzt werden, in dem die gelernten wortkundlichen und grammatikalischen Grundlagen eingefordert wurden.

Die Thematik des Textes ist alt und doch stets aktuell und brisant: Schon im alten Rom gab es Bewegungsarmut in der Bürgerschaft, auch damals erfreute man sich oft mehr an den sportlichen Leistungen anderer als an der eigenen, auch damals waren die Tribünen der Amphitheater und Rennbahnen (Circi) voll von sensationslustigen Zuschauern, auch damals kam es, wie Tacitus berichtet, zu Ausschreitungen unter den Fanatikern, und auch damals mahnte man derartige Abhängigkeiten an und rief zu eigener Aktivität auf.

Und dies gilt ganz besonders in unserer heutigen Zeit. Nur vor dem Fernsehgerät bei süßen Speisen und Getränken sitzend die Leistungen anderer zu bewundern, schade dem Körper. Es sei zwar nichts Verwerfliches, so die Botschaft des Übersetzungstextes, sich zu freuen über die Siege der geliebten Stars, aber man dürfe diese nicht vergöttern und müsse vielmehr den eigenen Körper leistungsfähig halten, weil dadurch auch der Geist gesund bleibe: „Mens sana in corpore sano!“

Um zu diesem abschließenden Resümee des umfangreichen lateinischen Textes zu gelangen, mussten die übersetzenden SchülerInnen einige sportliche Tugenden zeigen wie Konzentrationsfähigkeit oder Durchhaltevermögen. Doch viele der zahlreichen Teilnehmer bewiesen erstaunliches sprachliches Geschick.

Während in der 9. Jahrgangsstufe die Schülerin Julia Höhn die hohen Anforderungen am besten meisterte, gefolgt von Derya Atakan (Platz 2) und Laura Bischlager/ Marissa Blank (beide Platz 3), gingen in der 8. Jahrgangsstufe die Schüler David Pfrang (Platz 1), Maximilian Jahr (Platz 2) und Sina Knauer (Platz 3) als Sieger hervor.

Josef Nusko

Der zu übersetzende Text (Pdf-Datei)

Die Siegerurkunde für Klasse 8 (Pdf-Datei)

Die Siegerurkunde für Klasse 9 (Pdf-Datei)