Schulzirkus Gymnelli:
Der Zauberer von Oz

Seit September letzten Jahres üben die 24 Anfänger, die Fortgeschrittenen verfeinerten ihre Technik oder lernten Neues hinzu. Wochenlang wurde intensiv geprobt, hart gearbeitet und an den einzelnen Nummern gefeilt. Jetzt endlich war es wieder soweit, 70 Zirkuskinder verzauberten das Publikum im ausverkauften Zirkuszelt bzw. der Turnhalle des Gymnasiums Marktbreit.

Eingebettet in die Geschichte des Zauberers von Oz (Erzählerin Lea Reinhardt) wurden in drei kurzweiligen Stunden alle artistischen Leistungen und Kunststücke geboten, die der Zirkus hergibt. Die Choreographie und die Musik verstärkten den optischen Eindruck, den die Artisten in den farbeprächtigen, passenden Kostümen boten. Klassische Elemente wie Tanz auf dem Seil mit Jonglage, Kugel oder Stelzenlauf wechselten mit neueren Elementen wie Schwarzlicht oder Seilspringen in Perfektion.

Dazwischen wurden Tüchertanz, Inlinerfahren und Kunststücke mit dem Devil-Stick geboten. Die Illusion verzauberte: Der lebende Kopf oder der Sturm wird im Schwarzlicht dargestellt, Leiterakrobatik symbolisiert den Nebel im Menschenfresserland, die Feen schweben auf Kugeln in die Manege, die Riesenschlange löst sich zur Adagio-Akrobatik auf.

Immer wieder aufregend sind die verschiedenen Trapezdarbietungen, sei es das Dreier-Trapez, das die Nacht mit funkenden Sternen darstellt, die Seejungfrauen am Einzeltrapez oder die Vögel, die zu sechst am Trapez schweben.

Erstaunlich ist immer wie viele Zirkuskinder das Einradfahren beherrschen. Da wird im Kreis, in Ketten, vorwärts und rückwärts oder auf dem Hocheinrad gefahren. Die Gruppe der Bodenturner zeigt Räder, Sprünge und Flic-Flacs, während „Mäusesoldaten“ über Minitrampoline durch die Luft fliegen. Die Darbietungen mit den Diabolos werden immer ausgefeiter, gekonnter und mit neuen Varianten.

Faszinierend und voller Überraschungen sind die Jonglagenummern: Etwa 40 Jongleure mit bunten durch die Luft fliegenden Bällen beeindrucken die Zuschauer. „In der Küche des Menschenfressers“ wird mit Keulen, mit Messern, Knochen, Tellern, Obst und Gemüse jongliert, während Feuer-Swinging und Feuerkeulen Spannung und einen Hauch von Angst beim Publikum erzeugen.

Jedes Jahr fügt Zirkusdirektorin Barbara Clobes ein neues Element zu den bekannten Zirkuskünsten hinzu. Diesmal war es der Aerial-Ring, der während der turnerischen Übungen der Akrobatin immer in Bewegung ist und kreisend über der Manege schwebt.

Absoluter Höhepunkt der diesjährigen Vorstellung waren jedoch die Darbietungen am Vertikal-Tuch. Die Übungen von Ottilie Gebhardt, Oliver Ziegler und Johannes Holubar ließen den Zuschauern den Atem stocken. Kraft, vereinigt mit Eleganz ergab eine faszinierende Mischung.

Den Abschluss bildeten mehrere Variationen von Pyramiden, von allen 70 Zirkuskindern gebaut. Sie hatten eine gelungene Vorstellung geboten, die die Zuschauer für drei Stunden verzaubert hat.

Uschi Merten

Bildgalerie

Plakat

Weitere Bilder sind auf der Homepage des Zirkus zu sehen.