Vampire waren auch nur Menschen

Turbulent und lustig ging es dieses Jahr wieder bei der Aufführung der Schulspielgruppe I des Gymnasiums Marktbreit zu, die am letzten Donnerstag unter der Leitung von Katja Schulte-Bockholt stattfand.

Nachdem die jungen Schauspieler in den letzten Jahren schon einen Krimi und mehrere Märchen parodiert hatten, wurde dieses Jahr die Horrorkomödie „Vampire waren auch nur Menschen“ von Jens Würfel und Sören Pahl dargeboten. Die jungen Schauspieler schlüpften für einen Abend in die Rolle von Vampiren, Fledermäusen und anderen Gespenstergestalten und lehrten ihr Publikum durch ihre gekonnte und erfrischende Darstellung eher das Lachen als das Gruseln.

Dracula (Janina Dauer) und seine Frau (Sina Knauer) haben einen Sohn (Eduard Müller). So weit so gut. Aber der Knabe ist verweichlicht, fürchtet sich sogar vor kleinen, niedlichen Fledermäusen (Franziska Eger, Tatjana Müller, Sabrina Lutz) und hat nur einen langen Eckzahn. Letzteres wird zum echten Problem, als er Etunia (Beeke Tappe), die Tochter des Vampirehepaars Horrorvision (Maiken Tappe und Lydia Wengel), heiraten soll. Doch zum Glück und zu allergrößter Verwirrung tritt nun eine Gruppe menschlicher Wesen, von Dracula angelockt, in die Vampirgruft: Die Zahnarztfamilie Windsor. Der verwirrte Zahnarzt (Evelyn Kleine) ist ein Vampirkenner, drängt schon lange darauf, einen zu fangen und nimmt, verlacht von Gattin und Tochter (Marion Mündlein und Jana Kühn), zusammen mit seinem Sohn Pablo (Nico Knauer) die Fährte auf. Natürlich treffen alle in der Gruft zusammen. Natürlich entsteht heillose Verwirrung, weil der Zahnarztsohn nun die Vampirstochter heiraten soll. Und als dann noch Bram Stoker (Isabell Güttler) mit seiner Frau (Laura Will) das Szenario betritt, um die von ihm erschaffenen Vampire zu bestaunen, sind wirklich alle verwirrt. Alle sind durcheinander, niemand versteht mehr irgend etwas, nur die weiße Dame (Jana Knauer) und das Skelett (Julia Reger) erzählen sich weiter ihre makaberen Witze. Es wurde viel gelacht und viel geklatscht bei der Aufführung, so dass die Schulspielgruppe bestärkt und motiviert in die nächste Saison starten kann.

Katja Schulte-Bockholt

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