Sommerkonzert des Gymnasiums Marktbreit: Musik durch 500 Jahre

Am letzten Donnerstag fand zum zweiten Mal im festlich-barocken Rahmen der Rathausdiele von Marktbreit das Sommerkonzert des Marktbreiter Gymnasiums statt. Und passend zum Ambiente der Rathausdiele sowie zu den sommerlich-warmen Temperaturen begann das Schulorchester, bestehend aus Schülern und Lehrern des Gymnasiums, mit Sätzen aus der Spielmusik zum „Sommernachtstraum“ von Henry Purcell. Mal festlich-getragen, mal spielerisch-schwebend präsentierte das Orchester, das aus Flöten und Streichinstrumenten bestand, die einzelnen Stücke.

Auch der Grundkurs Chor zeigte, was er konnte. Bestehend aus fünf Frauenstimmen, wo nötig unterstützt vom Bariton des Chorleiters Herbert Ullmann, experimentierten die Kollegiatinnen mit Wort und Ton. Spöttisch, fröhlich und burschikos brachten sie Sprechstücke und Weisen von Bernhard Cronenberg, Carl Orff und Ernst Jandl zum Vortrag und veranlassten das Publikum immer wieder zum Schmunzeln.

Sehr vielseitig zeigte sich auch das Repertoire des Gesamtchors. So begannen sie eine Liedfolge aus volkstümlichen Chorsätzen mit einer A-Capella-Version eines Blasmusiksatzes des österreichischen Zottelmarsches. Die Blechblasinstrumente wurden von einzelnen Singstimmen imitiert, so dass das zünftige Volksmusikambiente verfremdet, verfeinert und dadurch fast ironisch gebrochen wurde. Aber auch sanfte, melancholische Liebeslieder wurden harmonisch vorgetragen.

Hervorzuheben sind auch die vier Solisten des Abends. Am Klavier brillierten Katharina Karl mit einem der bekanntesten Werke Rachmaninows und Lukas Höfner mit einem Präludium und einer Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach.

Einen besonderen Applaus ernteten auch Alexandra Goeß und Hanna Schwarz, die sich mutig und erstaunlich stimmsicher an ein Duettino aus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ wagten.

Den Abschluss des gelungenen Konzerts bildete das Blasorchester des Gymnasiums, das die Zuschauer mit beschwingter Filmmusik erfreute. Die Hauptthemen aus den Film „Pink Panter“ und „König der Löwen“ rissen das Publikum so mit, dass noch eine Zugabe fällig wurde.

Insgesamt war das Sommerkonzert unter der Leitung von OStR Herbert Ullmann ein vielseitiger und abwechslungsreicher Spaziergang durch fünf Jahrhunderte Musikgeschichte. Traditionelle Weisen, provokative Experimentalmusik des 20. Jahrhunderts, klassische Sätze der ernsten Musik und mitreißende Unterhaltungsmusik wurde durch die Musiker zu einem bunten Vielerlei all dessen, was Musik zu bieten hat, zusammengebunden.

Bild: Grundkurs Chor mit OStR Herbert Ullmann, von links: Sabine Burghart, Sabine Mantel, Theresia Herrmann, Lena Augustin, Hanna Schwarz Herbert Ullmann

Katja Schulte-Bockholt
Foto: David Schlegelmilch

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