Gymnasium Marktbreit und Wuerzburg American High School

Seit 15 Jahren stehen die oben genannten Bildungsanstalten im Kontakt miteinander. Diese Tradition, die von den Beteiligten als hilfreich und nützlich verstanden wird, wurde nun auch in diesem Jahr aufrecht erhalten.

Am Donnerstag, 16. 2. 2006 verbrachten 23 Schülerinnen und Schüler mit ihren Betreuerinnen Frau Reichert und Frau Scheys den Vormittag am Gymnasium Marktbreit. Sie nahmen dort an Unterrichtsstunden teil, wurden mit in das Geschehen einbezogen und ermöglichten so auch den deutschen SchülerInnen einen Einblick in einen anderen Lebens- und Schulstil. So ist es für die jungen Amerikanerinnen und Amerikaner selbstverständlich, dass sie mit ihren Eltern, die überwiegend dem US-Militär angehören, ständig Ortswechsel vornehmen sei es innerhalb des Großraums USA oder auch zwischen allen Kontinenten, von einem amerikanischen Stützpunkt zum nächsten. Auch war den Berichten zu entnehmen, dass diese den Nachmittag mit beanspruchende Schulart dann auch gesteigertes Engagement für Sportarten, Musik und Theater unter anderem zur Folge hat.

Am Dienstag, 21. 02. 2006 fand der Gegenbesuch statt. Eine Klasse aus Marktbreit erlebte unter der Leitung von OStR Engelhardt den Schulbetrieb ihrer Austauschpartner. Nach einer Begrüßung durch die amerikanische Organisatorin Frau Fortson-Leno und den Schulleiter wurden sie von ihnen zugewiesenen Gastgebern zu einzelnen Unterrichtseinheiten geführt und verfolgten mit großem Interesse die Abläufe in den dortigen jeweils einem Lehrer zugewiesenen Unterrichtsräumen.

Das Verteidigungsministerium der USA spart offenkundig nicht an der personellen und sachlichen Ausstattung der ihm unterstehenden Schulen. Klassen mit über 20 Schülerinnen und Schülern scheint es nicht zu geben, die Bibliothek überrascht in ihrer Größe, in der Auswahl der dort zur Verfügung stehenden Medien und in der Tatsache, dass eigenes Personal hier zur Verfügung steht. Die Unterrichtsräume sind mit Computern, Beamern, Smart-Boards, Fernsehgeräten und Recordern aller Art ausgestattet.

Das Mittagessen in der großzügigen Cafeteria ist ein weiteres Erlebnis amerikanischer Landeskunde, bei dem man die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler in Herkunft, Hautfarbe, Temperament und Wuchs beobachten kann. Das Essen selbst neben der Möglichkeit der fortgesetzten fremdsprachlichen Kontakte machen den Aufenthalt dort so lohnend.

Im März wird eine größere Gruppe mit drei Klassen des Gymnasiums wieder an der High School sein, diesmal um das Musical Bye, bye, Birdie zu besuchen.

Über die Dauer und mögliche Fortsetzung dieser Begegnung wird im fernen Washington entschieden. Im amerikanischen Kollegium kursieren verschiedenste Gerüchte dazu. Für die am Austausch Beteiligten wäre der baldige Abzug der Amerikaner der Verlust eines interessanten und lehrreichen Erlebnisses.

Manfred Engelhardt