Sommerkonzert

Am Mittwoch, den 22.06.2005 veranstaltete das Gymnasium Marktbreit zum ersten Mal sein eigenes Sommerkonzert. Und in der Tat war es ein warmer Sommerabend, an dem der Schulleiter Heinrich Voit die Gäste des Konzerts in der Rathausdiele von Marktbreit begrüßen konnte. Rund sechzig Schüler und Lehrer musizierten gemeinsam in verschiedenen Vokal- und Instrumentalgruppen unter der Leitung von Herbert Ullmann, der seit nun mehr zwei Jahren Musiklehrer am Gymnasium Markbreit ist und der mit seiner Arbeit das musikalische Leben des Gymnasiums engagiert bereichert.

Und die Musikerinnen und Musiker wurden dem festlichen Rahmen, den die altehrwürdige Rathausdiele an diesem Sommerabend steckte, durchaus gerecht. Begonnen wurde das Konzert mit einem vom Schulorchester gespielten Wiener Ländler, und anschließend hatte der Grundkurs Chor seinen Auftritt und erfreute mit Gedichten von Robert Gernhardt und Joachim Ringelnatz, die jeweils zu einem Kanon vertont und mit Sprecheinlagen vorgetragen wurden: Aus allen Ecken des Saales kamen die vier Sänger in die Mitte, die Gedichtzeilen von Gernhardt auf den Lippen. Sie trafen sich im Zentrum des Saales wie zu einer musikalischen Plauderei, um dann mit den letzten Worten der Ringelnatz-Vertonung wieder auseinanderzugehen.

Auch der Schulchor zeigte sein immer größer werdendes Repertoire. Mit einem Potpourri von beschwingten Melodien der Comedian Harmonists bestritten sie ihren ersten Auftritt, am späteren Abend folgte noch eine Mischung aus stimmungsvollen, teils mit Conga-Trommeln begleiteten Spirituals und Gospels aus Afrika und Amerika.

Und immer wieder bewies das Schulorchester, in dem Lehrer und Schüler des Gymnasiums gemeinsam musizieren, sein Können. Es bot Menuette von Mozart sowie eine Triosonate von Telemann dar und zeigte, wie sicher und harmonisch die Musikerinnen und Musiker zusammen spielten.

Hervorzuheben ist außerdem noch der Beitrag von Katharina Karl. Die Schülerin, die bereits seit der ersten Klasse Klavier spielt, trug fließend, kraftvoll und ausdrucksstark eine Fantasie von Frederic Chopin vor.

Den Abschluss des gelungenen Abends bestritt das Blasorchester, das in dieser Zusammensetzung erst seit drei Wochen miteinander geprobt hat. Mit rhythmischen Swing- und Jazzarrangements wurde das Publikum nach zwei Stunden musikalischen Genusses, der wie ein bunter Spaziergang durch sieben Jahrhunderte und drei Kontinente anmutete, in die laue Sommernacht entlassen, und es bleibt zu hoffen, dass auf dieses Sommerkonzert weitere solche Abende in den nächsten Jahren folgen werden.

Katja Schulte-Bockholt

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