Best of Grimms

Am Donnerstag, den 07.10.04 führte die Schulspielgruppe I des Gymnasiums Marktbreit die wilde Märchenkomödie „Best of Grimms“ auf. 13 Schülerinnen und Schüler hatten unter der Leitung von Katja Schulte-Bockholt während des letzten Schuljahres geprobt, um dieses Theaterstück von Beate Rüter auf die Bühne zu bringen.

Die Handlung spielt im 21. Jahrhundert auf einer provisorischen Bühne, die sich die Gebrüder Grimm (Lena Lauber und Jan Philipp Müller) gemietet haben, um ein „Best of“ all ihrer Märchen aufzuführen. Allerdings haben sie nur ein sehr kleines Budget, so entschließen sie sich, auf professionelle Schauspieler zu verzichten und stattdessen junge Laienschauspielerinnen als Prinzessinnen für ihre Märchenrevue zu engagieren. Diese sind aber modern und eigenwillig und halten sich nicht an den Originaltext der Märchen. Für einen Prinzen hat das Geld nicht mehr gereicht, deshalb wird ein Bewerber aus dem Publikum genommen (Eduard Müller), der sich engagiert, aber tollpatschig um die wählerischen Prinzessinnen bemüht. Er hat allerdings weder bei der Froschprinzessin (Ulrike Lussert), noch bei Rapunzel (Andrea Morgenstern) Glück. Auch Dornröschen (Juliane Amberger) und Schneewittchen (Evelyn Kleine) weisen ihn entsetzt ab, bis der arme Prinz nach etlichen Missgeschicken endlich in der Prinzessin auf der Erbse (Ramona Reitz) die richtige Partnerin findet. Die anderen Prinzessinnen muss ein Ersatzprinz (Eva Schweizer) erlösen, der sich allerdings unsterblich in Aschenputtel (Sina Richter) verliebt, wodurch die anderen Damen das Nachsehen haben. Natürlich gibt es auch noch eine gute Fee (Sina Knauer), welche stets versucht, den anderen Märchenfiguren zu helfen, dabei aber von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert und beinahe von der bösen Stiefmutter (Janina Dauer), die eigentlich Schneewittchen verfolgt, getötet wird. Nicht zu vergessen wäre da noch der gestiefelte Kater (Anna-Sophie Ulrich), welcher sich unsterblich in Rapunzel verliebt, was nochmals zu Missverständnissen führt.

Das Chaos war also vorprogrammiert und nahm unter Lachsalven und reichlich Szenenapplaus der 180 Zuschauer seinen Lauf. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler bewiesen ihr Können und boten diese groteske Interpretation der Märchen von Jakob und Wilhelm Grimm engagiert und souverän dar.

Katja Schulte-Bockholt

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