Certamen felicium

Zum Abschluss des Grammatikunterrichts im Fach Latein findet am Gymnasium Marktbreit alljährlich gegen Ende des Schuljahres der schulinterne Wettbewerb „Certamen felicium“ für die Schüler/innen der 9. Jahrgangsstufe statt. Dabei sollen die in drei Jahren erworbenen Kenntnisse bei der Übersetzung eines anspruchsvollen Textes zur Anwendung kommen.

Das Thema der Aufgabenstellung erschien in diesem Jahr den 18 wackeren Teilnehmern auf dem ersten Blick einfach, sollte doch lediglich ein Text übersetzt werden, der vom dritten Streich der Lausbuben Max und Moritz aus Wilhelm Buschs Lebenswerk erzählte. Die bekannten Szenenbilder, die das Missgeschick des aufgebrachten Schneidermeisters Böck darstellten, dienten zudem als Verständnishilfe. Aber die Wiedergabe des lateinischen Textes in unserer Muttersprache, für lateinische Konstruktionen und Formen wie z.B. verschränkte Relativsätze, Gerundium und Gerundiv, Ablativus absolutus, Partizip, AcI etc. treffende deutsche Formulierungen zu finden, das erforderte eine genaue Textbetrachtung und Sprachfertigkeit.

Während in der Wilhelm-Busch-Geschichte dem Schneider Böck eine angesägte Brücke zum Verhängnis wurde, überwand die Siegerin Sandra Weisenberger (9b) nahezu alle Tücken des Textes in souveräner Weise und gelangte „trockenen Fußes“ zum Sieg. Ihr folgten mit kleinen Balancierschwierigkeiten, aber dennoch sicher, Elias Buchetmann (9c) und Carolin Götz (9b). Schließlich gelangten alle Teilnehmer nach mehr oder weniger großen Kraftakten, manche auch mit einigen Blessuren, über die „listenreiche Brücke“.

Den glücklichen Siegern gratulierten die Lateinlehrerinnen der 9. Klassen Stefanie Hardt und Martina Sperl, Fachbetreuer Josef Nusko und der Direktor des Gymnasiums, OStD Voit. Sie überreichten Urkunden und Buchpreise.

Josef Nusko